VfB Friedrichshafen gewinnt Spitzenspiel am Schwarzen Meer

08.11.2017

Der VfB Friedrichshafen hat den ersten Schritt auf dem Weg in die Gruppenphase der 2018 CEV Volleyball Champions League gemacht. Die Häfler besiegten den aktuellen bulgarischen Ligazweiten Neftohimic 2010 Burgas mit 3:1 (25:19, 25:19, 26:28, 25:18) und können nun beim Rückspiel am kommenden Sonntag (12. November, 16 Uhr) in der ZF Arena sogar mit einer knappen Niederlage den Sprung unter die besten Volleyballmannschaften Europas machen.

Die Häfler machen sich lang und gewinnen ihr Hinspiel gegen Neftohimik Burgas / Foto Kram
Die Häfler machen sich lang und gewinnen ihr Hinspiel gegen Neftohimik Burgas / Foto Kram

Nahezu mit einer deutschen Nationalmannschaft ging VfB-Trainer Vital Heynen in das Spiel gegen Neftohimic 2010 Burgas. Einzig der griechische Außenangreifer Athanasios Protopsaltis stach heraus. Mit ihm auf dem Feld mit Jakob Günthör, Philipp Collin, David Sossenheimer, Simon Tischer, Daniel Malescha und Markus Steuerwald sechs Deutsche, die gleich mit guter Abwehr und starken Angriffen von Protopsaltis und Malescha ins Spiel kamen (2:0). Vor allem auf den Ex-Häfler Valentin Bratoev hatte es die Mannschaft von Trainer Vital Heynen mit den Aufschlägen abgesehen – mit Erfolg. Ein Ass von Collin (4:2), oder aber ein schwieriger Ball für den bulgarischen Zuspieler, machten Block und Abwehr für die Häfler einfacher und sie zogen davon (11:9, 19:14). Burgas riskierte viel, machte Fehler und kam nur zum Satzende durch eine starke Aufschlagserie von Valentin Bratoev etwas näher heran (24:19). Sein Bruder und Zuspieler Georgi beendete diese Serie dann allerdings mit einem Netzfehler und dem entscheidenden VfB-Punkt in Durchgang eins (25:19).

Im zweiten Satz zeigte sich weiter der Unterschied der beiden Spielphilosophien. Burgas agierte mit viel Risiko und machte Fehler. Friedrichshafen spielte dosiert und bedacht und machte die Punkte. Ein Block von Protopsaltis brachte die Drei-Punkte-Führung (11:9), zur zweiten technischen Auszeit lag das Team schon mit 16:12 in Front. Dann kam wieder Valentin Bratoev zum Aufschlag und machte Druck, Heynen musste beim 16:15 für Friedrichshafen reagieren. Er nahm die Auszeit, brachte kurze Zeit später Scott Kevorken im Aufschlag für Collin und setzte zum Zwischensprint an (22:17). Vierzig Prozent der Angriffe brachte Burgas zu diesem Zeitpunkt im Schnitt auf den Boden, der VfB über 60. Dies machte dann den Unterschied. Andreas Takvam kam im Block für Protopsaltis, der VfB holte sich Satz zwei (25:19) und hatte mit einem Punkt aus dem Spiel Heynens Minimalziel schon erfüllt.

Den Start in den dritten Satz verschliefen die Häfler prompt. Sie griffen nicht mehr so akkurat an wie zuvor und Burgas machte weniger Fehler (5:6, 7:11). Vital Heynen brachte Kevorken für Collin und sein Team robbte sich heran. 12:16 stand es noch zur zweiten technischen Auszeit, 15:16 drei Punkte später. Kevorken besorgte das 16:17, Heynen brachte Takvam und der machte was er sollte, den Punkt – 17:17. Kopf an Kopf ging es jetzt in die Endphase, Kocian kam zum Aufschlag und brachte die erste Häfler Führung (22:21). Aber Bratoev – bis dahin das Zünglein an der Waage für die Bulgaren – besorgte den ersten Satzball (23:24), blieb beim 25:25 noch an Collins Block hängen und servierte schließlich zum 26:28 und dem 1:2 in Sätzen.

Burgas roch nun Morgenluft und blieb dran. Valentin Bratoev punktete abermals, die Bulgaren gingen in Führung (3:5, 6:8). VfB-Coach Vital Heynen wollte Akzente setzen, tauschte Zuspieler und Diagonalangreifer – Tomas Kocian und Bartlomiej Boladz kamen für Tischer und Malescha. Das Team fing sich und fightete mit. Bis zur Mitte des Satzes schenkten sich beide Mannschaften nichts (12:12). Dann machte Boladz den Punkt und Burgas half mit dem zweiten Aufstellungsfehler des Abends (14:12). Takvam kam und punktete, Kocian blockte und schnell wuchs der Häfler Vorsprung (17:14, 18:14). Der Wille des aktuellen bulgarischen Tabellenzweiten war gebrochen, Jakob Günthör blockte erst zum 22:17 und machte mit noch einem Block den Sack für Friedrichshafen zu (25:18).

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