VfB bezwingt tapfere Solinger

10.02.2018

Mit 3:0 (25:17, 25:21, 25:21) setzte sich der VfB Friedrichshafen am Samstagabend gegen die Bergischen Volleys aus Solingen in der 1. Volleyball Bundesliga durch. Die 1150 Zuschauer sahen dabei tapfer kämpfende Solinger, die nur im ersten Satz wie ein Tabellenletzter agierten. Beste Spieler der Partie wurden bei Solingen Diagonalangreifer Samuel Böhm und bei Friedrichshafen Mittelblocker Philipp Collin.

Die Häfler holen Sieg Nummer 25 / Foto Kram
Die Häfler holen Sieg Nummer 25 / Foto Kram

Adam Swaczyna erlebte das Spiel gegen die Bergischen Volleys noch näher als sonst. Der Co-Trainer, der die Matches des VfB sonst von der Bank verfolgte, vertrat Cheftrainer Vital Heynen, der nach seiner Ernennung zum polnischen Nationalcoach noch weitere Termine wahrnehmen musste, an der Seitenlinie. Swaczyna schickte Philipp Collin, Jakob Günthör, Athanasios Protopsaltis, David Sossenheimer, Bartlomiej Boladz, Tomas Kocian und Markus Steuerwald aufs Feld, die es nur bis zur ersten technischen Auszeit spannend machten (8:7).

Zuspieler Kocian fand Boladz, der zuverlässig punktete (9:8,11:9) und schließlich zum Aufschlag ging. Dort blieb der Pole bis zum 20:9, zwang mit seinem Service die Volleys zu Fehlern und seine Teamkollegen standen sicher in der Verteidigung. Der Tabellenletzte aus Solingen kämpfte tapfer und zeigte vor allem in der Feldabwehr Qualität, doch Friedrichshafen hatte stets die bessere Antwort auf die Angriffsbemühungen der Gäste (22:13). Zuspieler Johannes Tille legte den Häflern noch einen Ball ins Feld (23:14), Mart van Werkhoven schlug zwei Asse in Folge (24:17), doch Philipp Collin beendete dann den ersten Satz humorlos mit einem Schnellangriff durch die Mitte (25:17).

Trotzdem der Samstag der Haupttag der Häfler Fasnet war, wollten sich die Gäste im zweiten Satz nicht weiter narren lassen. Schon der erste Ballwechsel war gespickt mit Verteidigung vom Feinsten auf beiden Seiten. Die 1150 Zuschauer in der ZF Arena sahen einen VfB, der viel investieren musste, um zu den technischen Auszeiten vorn zu liegen (8:4, 16:13). Solingen griff an, der Häfler Block stand und Solingen verteidigte seinerseits. Dass der Tabellenletzte beim Ligaprimus zu Gast war, war fast nicht zu spüren. Das lag allerdings weniger an den Häflern als an einem tapfer kämpfenden Gegner. Schlussendlich legte der VfB zum Satzende einen Gang zu und erarbeitete sich vier Satzbälle (24:21). Den zweiten verwandelte Jakob Günthör mit einem Block (25:21).

Mit zwei zu vier Blockpunkten sicherte sich Solingen zumindest einen Teil der Statistik im zweiten Satz. Und auch im dritten Durchgang blieb der sonst sichere Protopsaltis im Volleys-Block hängen (4:6). Nach einem Ass der Gäste führten sie zur ersten technischen Auszeit sogar mit 8:6. Kocian stellte mit einem Servicewinner seinerseits auf 8:8. Das Spiel blieb umkämpft, weil der VfB zwar konsequent verteidigte, der Gegner den Häflern aber in nichts nachstand (12:12). Dann kam der große Auftritt von Markus Steuerwald. Der Libero kratzte unwiderstehlich einen Ball kurz vor der Bande vom Boden. Den nächsten Ball blockte der eingewechselte Kevorken und die Halle tobte (16:13). Kevorken hatte Gefallen am punkten gefunden und schickte ein Ass hinterher (18:14, 19:14), sodass schließlich auch bei den Bergischen Volleys die Luft endgültig raus war. Der VfB verteidigte den Vorsprung bis zum Ende, das Solingen selbst besorgte. Ossi Rumpunen setzte seinen Aufschlag zum 25:21 für die Häfler ins Netz.

„Ich denke, wir haben heute unseren Job gemacht und drei Punkte eingefahren", sagt VfB-Zuspieler Tomas Kocian nach dem Spiel. „Ich muss aber auch unseren Gegner loben. Was Solingen teilweise abgewehrt hat war unglaublich. Meiner Meinung nach war das heute defensiv einer besten drei Leistungen einer Mannschaft in diesem Jahr in der ZF Arena."

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