VfB behält weiße Weste auch in Europa

28.02.2018

Auch im sechsten Spiel der Gruppenphase in der 2018 CEV Volleyball Champions League bleibt der VfB Friedrichshafen ungeschlagen. Die Häfler gewannen ihr Spiel gegen Halkbank Ankara in der Türkei mit 3:1 (25:14, 25:21, 24:26, 25:19). Im Spiel, das aufgrund der frühzeitigen Qualifikation beider Teams für die nächste Runde nur statistischen Wert hatte, probierte Trainer Vital Heynen viele verschiedene Spieler aus und hatte nur im dritten Satz das Nachsehen. Im 30. Spiel der laufenden Saison war es für das Team um Kapitän Simon Tischer wettbewerbsübergreifend der 30. Sieg.

Die Häfler gewinnen in der Türkei ihr 30. Spiel in Folge / Foto: Kram
Die Häfler gewinnen in der Türkei ihr 30. Spiel in Folge / Foto: Kram

Vielleicht hatte Halkbank Ankara ein wenig mit Häflern im Schongang gerechnet. Schließlich waren sowohl der VfB Friedrichshafen als auch Ankara schon für die nächste Runde der Champions League qualifiziert. Andreas Takvam, Athanasios Protopsaltis, Philipp Collin, Jakob Günthör, Bartlomiej Boladz, Simon Tischer und Markus Steuerwald hatten aber alles andere als Schongang im Sinn und überrollten ihren Gegner förmlich im ersten Satz.


Schon mit 3:0 führte der VfB und war von Beginn an hellwach in der Defensive. Auch im Angriff klappte fast alles und vor allem Takvam und Protopsaltis verwandelten ihre Bälle (10:7, 17:12). Die Türken hatten in der Annahme Probleme, aber auch im Angriff ging es oftmals über den Block ins Aus oder in den Block von Collin und Protopsaltis (18:12, 21:12). Ankaras Routinier Nemanja Petric hatte die meisten Schwierigkeiten, einen Weg vorbei am Block des VfB zu finden. Zehn Satzbälle hatten die Häfler dann und nutzten gleich ihren ersten. Wieder war es Philipp Collin, der sein Gegenüber von der Netzkante pflückte und das 25:14 besorgte.


Heynen war zufrieden und nun in Probierlaune. Mit Tomas Kocian und Daniel Malescha für Tischer und Boladz wechselte der Belgier auf zwei Positionen. Später im Satz brachte er Atanasov, Späth-Westerholt und Kevorken und setzte damit alle Spieler seines Teams – David Sossenheimer war nach einer Verletzung in Friedrichshafen geblieben – ein. Und auch diese Truppe machte ihre Sache gut. Bis zum 17:16 agierten beide Mannschaften auf Augenhöhe. Dann blockte einmal mehr Collin zum 18:16, der VfB verteidigte stark und Ankara machte weiter Fehler (20:17, 22:17). Thilo Späth-Westerholt, der statt als Libero auf der Außenangreiferposition agierte, wurde von Kocian perfekt eingesetzt und punktete zum 24:20. Ein Aufschlagfehler der Türken beendete auch Satz zwei mit 25:21 für Friedrichshafen.


Ankara setzte schon seit Beginn im Zuspiel auf den erst 17-jährigen Berkün Üstündag, der den Häflern gleich zu Beginn des dritten Satzes frech einen zweiten Ball vor die Füße legte (3:4). Und auch wenn Üstündag immer wieder etwas zu viel Risiko zeigte, schien er sein Team mit seinen Aktionen aufgeweckt zu haben. Ankara hielt dagegen, ließ Friedrichshafen maximal einen Punkt wegziehen und ging zur zweiten technischen Auszeit sogar mit zwei Punkten in Führung (14:16). Mit starken Aufschlägen von Kocian kämpfte sich der VfB wieder heran (16:16) und ging durch Takvam in Führung (20:18), doch Ankara blieb dran. Der junge Üstündag schlug auf und brachte sein Team wieder heran. Späth-Westerholt kam zwei Mal durch und besorgte den ersten Matchball (24:23). Doch die Türken hatten den längeren Atem und blockten Takvam zu ihrem ersten Satzball (24:25). Malescha setzte den nächsten Angriff ins Aus und Ankara sicherte sich mit 26:24 den dritten Satz.


Vital Heynen gab seiner Mannschaft ein paar lautere Worte mit auf den Weg in Durchgang vier und seine Mannschaft schien zu verstehen. Mit Kevorkens Block zum 6:3 schien das Kräfteverhältnis wieder im Sinne der Häfler hergestellt. Der Block funktionierte, im Angriff machten die Häfler weniger Fehler und Malescha kam zum vorentscheidenden 18:15 durch. Kocian fand erst Jakob Günthör durch die Mitte und schließlich zeigte Thilo Späth-Westerholt, dass er es auch im Block kann (23:17). Kocian legte den nächsten Ball auf die Linie und bediente anschließend Malescha, der den Deckel auf den sechsten Sieg im sechsten Spiel der Gruppenphase machte (25:19). Die Auslosung für die Playoffs 12 findet bereits am Freitag (2. März) statt.

 

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