Janouch will Lüneburg überraschen

22.02.2019

Am Sonntag (24. Februar, live bei Sport1+ und im Livestream von Sport1) hat der VfB Friedrichshafen die Chance, zum dritten Mal in Folge in Mannheim als Pokalsieger vom Feld zu gehen. Während das für Trainer Vital Heynen und einige seiner Spieler fast schon Routine ist, steht der Tscheche Jakub Janouch zum ersten Mal in der SAP Arena. Vor der Partie spricht der Zuspieler über seinen speziellen Weg der Vorbereitung, den Wunsch nach dem Titel und seine besondere Rolle am Sonntagnachmittag.

Jakub Janouch wird beim Pokalfinale die Fäden ziehen / Foto Kram
Jakub Janouch wird beim Pokalfinale die Fäden ziehen / Foto Kram
Herr Janouch, wissen Sie, was Philipp Collin und der berühmte deutsche Sänger Herbert Grönemeyer gemeinsam haben?
(lacht) Sorry, den kenne ich gar nicht. Also nein.
 
Beide werden 2019 zum dritten Mal in ihrer Karriere vor vollen Rängen in der Mannheimer SAP Arena auftreten. Aber Spaß beiseite. Haben Sie mit Andreas Takvam und Athanasios Protopsaltis, die den Cup schon zwei Mal gewonnen haben, über dieses besondere Spiel gesprochen?
Wir haben da noch gar nicht so viel darüber gesprochen. Die Jungs, die schon in Mannheim waren, haben aber erzählt, dass dieses Pokalfinale ein sehr besonderer Tag für den deutschen Volleyball ist. Viele Leute werden sich die beiden Finals anschauen. Deshalb wollen ja auch alle nach Mannheim. Um diesen Titel zu gewinnen und auch um vor dieser wahnsinnigen Kulisse zu spielen.
 
Wenn man Sie vor den Spielen beobachtet, sind Sie oft sehr in sich gekehrt und für sich allein, während die meisten anderen Spieler noch in der Kabine sind oder Späße machen. Brauchen Sie das, um in den berühmten Tunnel zu kommen und sich so auf die Partie zu konzentrieren?
Ja, das mache ich schon seit Jahren. Ich bin dann praktisch in einer Blase und in meiner eigenen kleinen Welt. Ich spiele den Ball gegen die Wand und muss ihn fühlen - das ist der physische Teil dabei. Ich brauche das aber auch, um mich wirklich total auf das Spiel konzentrieren zu können.
 
Rafael Redwitz, der zweite Häfler Zuspieler, wird am Sonntag nicht mit auflaufen. Das will das Regelwerk so, da er beim Halbfinale gegen Düren noch nicht im Kader war. Sie werden also sicher spielen, die Gegner können sich genau auf Ihr Spiel vorbereiten. Wie gehen Sie mit dieser besonderen Situation um?
Wir wussten ja alle, dass Rafa nicht spielen wird. Das weiß auch der Gegner und natürlich bereiten die sich genau auf mein Spiel vor. Aber wer weiß, vielleicht kann ich Lüneburg ja trotzdem an der einen oder anderen Stelle überraschen. Ich werde auf jeden Fall mein Möglichstes tun, diese Trophäe zu gewinnen.
 
Am 12. Januar 2019 ist es Lüneburg schon einmal gelungen, den VfB mit 3:2 zu besiegen. Hat dieses Spiel Einfluss auf das Finale in Mannheim?
Ich glaube gar nicht, dass das Ligaspiel so viel zu sagen hat. Es war wirklich knapp und wir haben am Ende mit zwei Punkten verloren. Außerdem hat Rafa die meiste Zeit zugespielt und das ist vielleicht ein Vorteil. Lüneburg weiß deshalb nämlich nicht genau, wie ich gegen sie spielen könnte. Es ist ein komplett anderes Spiel und wir starten wieder bei 0:0. Außerdem ist dieses Finale viel wichtiger als das Ligaspiel. Ich glaube nicht, dass die Niederlage im Januar noch in unseren Köpfen ist.
 
Aus welchem Grund glauben Sie, dass Sie am Ende den Pokal hochhalten werden?
Das ist eine schwierige Frage. Ich weiß nur, dass wir von Anfang an und bis zum letzten Punkt mit viel Energie, mit der richtigen Einstellung und mit hoher Aggressivität spielen müssen. Das ist unser Schlüssel zum Erfolg.

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