Geschäftsführerwechsel beim VfB

07.02.2020

Guido Heerstraß, Geschäftsführer des VfB Friedrichshafen, wird seinen auslaufenden Vertrag nicht verlängern. Heerstraß, gebürtig aus der Nähe von Darmstadt, will seinen Lebensmittelpunkt zurück in Richtung Heimat verlegen. Sein Nachfolger steht bereits fest: VfB-Libero Thilo Späth-Westerholt tauscht das Trikot gegen den Anzug und wird die Position zum 1. Juli 2020 übernehmen.

Geschäftsführer Guido Heerstraß (links) mit Scout Radomir Vemic / Foto Kram
Geschäftsführer Guido Heerstraß (links) mit Scout Radomir Vemic / Foto Kram

VfB-Geschäftsführer Guido Heerstraß wird seinen Vertrag bei der VfB Friedrichshafen Volleyball GmbH nicht verlängern. Der 52-Jährige wird ordnungsgemäß am 30. Juni 2020 aus dem Unternehmen austreten und die Geschäfte an seinen Nachfolger übergeben. Dieser kommt aus den eigenen Reihen. VfB-Libero Thilo Späth-Westerholt wechselt von der Sparkasse Bodensee, bei der er als Firmenkundenberater tätig ist, in die Geschäftsstelle der Häfler. „Bereits im Oktober habe ich mit meiner Frau darüber gesprochen, ob ich den Vertrag beim VfB verlängere", sagt Heerstraß. „Letztlich habe ich mich aus persönlichen Gründen dagegen entschieden und werde wieder in Richtung Familie ins Rhein-Main-Gebiet zurückkehren", erklärt er.

Zwei Jahre wirkte Heerstraß als Geschäftsführer bei den Häfler Volleyballern und fügt hinzu: „Es war eine sehr schöne, interessante und erfolgreiche Zeit hier beim VfB. Aber die enorme Entfernung zur Familie mit zwei heranwachsenden Kindern ist doch sehr groß." Wunibald Wösle, Beiratsvorsitzender der VfB Friedrichshafen Volleyball GmbH bedankt sich bei Heerstraß für die vergangenen zwei Jahre. „Wir sind sehr dankbar für die Arbeit von Herrn Heerstraß und bedauern, dass er sich gegen eine Verlängerung entschieden hat. Wir wünschen ihm und seiner Familie für die Zukunft nur das Beste."

Dass er den Nachfolger bereits vorstellen kann, stimmt ihn positiv. „Es ist toll, dass sich Herr Späth-Westerholt dazu entschlossen hat die Geschäftsführer-Position zu übernehmen", sagt Wösle. „Es wird für ihn eine neue Herausforderung werden. Durch seine Ausbildung als Sparkassenbetriebswirt bringt er die erforderliche kaufmännische Ausbildung mit. Seine Erfahrungen aus seiner Tätigkeit als Kundenbetreuer helfen ihm sicher im Umgang mit den Sponsoren." Späth-Westerholt spielt aktuell seine zehnte Saison bei den Häfler Volleyballern als Libero und wird das Trikot nach dieser Spielzeit nun gegen einen Anzug tauschen. Dieser ist dem dreifachen Familienvater allerdings nicht unbekannt, denn der 32-Jährige arbeitet als einziger der VfB Spieler Vollzeit bei der Sparkasse Bodensee.

Trotz der aktuellen sportlichen Situation freut sich Späth-Westerholt auf die neue Herausforderung. „Als Identifikationsfigur beim VfB werde ich auch in neuer Rolle als Teamplayer agieren, um das Bestmögliche für den Verein zu erreichen. Mein Wunsch ist es, die Akzeptanz und die Begeisterung für den Profivolleyball in Friedrichshafen wieder zu verbessern. Denn dies ist die Voraussetzung für sportlichen Erfolg und wirtschaftliche Stabilität." Weiter bedankt sich Späth-Westerholt bei seinem aktuellen Arbeitgeber. „Ich möchte ein großes Danke aussprechen, dass die Sparkasse es mir dir letzten zehn Jahre ermöglicht hat, mein ‚Profi-Dasein', neben dem Angestelltenverhältnis zu leben."

Guido Heerstraß wünscht seinem Nachfolger, den er in den kommenden Monaten schon schrittweise einarbeiten wird, alles Gute. „Ich wünsche Thilo, dass er sich schnell in seine neue Position einlebt und ich bin mir sicher, dass er die dafür nötige Unterstützung aus dem Umfeld bekommt", so Heerstraß.

Zurück zur Übersicht