21. Dezember 2024 | Zurück zur Artikelübersicht » |
Im Schnelldurchgang hat der VfB Friedrichshafen am Samstagabend drei Punkte beim ASV Dachau eingefahren. Die Häfler, die ohne Mittelblocker Jose Masso, dafür aber mit Neuzugang Wessel Keemink nach Bayern reisten, gewannen ihren Auftakt in die Rückrunde der Volleyball Bundesliga mit 3:0 (25:14, 25:11, 25:21) und setzen sich damit auf dem dritten Tabellenplatz fest. Keemink, der erst seit Mittwoch am Bodensee weilt, zeigte seine Führungsqualitäten und sicherte sich auf Anhieb den Titel des wertvollsten Spielers.
Marcus Böhme blockt einen Dachauer Angriff | Bild: Bruno Haelke
Die Frage nach der Qualität des neuen Zuspielers Wessel Keemink wollte er gleich in seinem ersten Satz gegen die ASV Volleys aus Dachau beweisen. Beim 25:14 der Häfler produzierten sie keinen Angriffsfehler, wurden nicht ein einziges Mal geblockt und hatten mit Michal Superlak und Jackson Young zwei Passempfänger des Niederländers auf dem Feld, die nahezu 80 Prozent über der Netzkante verwerteten. Dass Jose Masso, mit einer hartnäckigen Erkältung, gar nicht mit zum Auswärtsspiel gefahren war, glich Kapitän Marcus Böhme aus. Alles in allem war es ein fast perfekter Satz für Keemink und für seinen neuen Arbeitgeber.
Wenn bei Dachau etwas zusammenlief, dann durch die Mitte oder über Kapitän Matthew Slivinski (3:3). Bei den Häflern performte aber weiter Young mit zwei Assen (5:3, 6:3) und auch das Adlerauge von Cheftrainer Adam Swaczyna funktionierte bei der Challenge zum 10:4. Böhme machte es durch die Mitte (13:6) und fischte auch einen Dachauer Angriff weg (16:7). Der 39-Jährige gab an diesem Abend den Anführer, was die rund 30 mitgereisten Fans vom Bodensee gebührend feierten. Superlak, der inzwischen bei einer Fabelquote im Angriff von 92 Prozent lag, hielt Dachau noch einstellig (23:9), ein Aufschlagfehler der Bayern beendete schließlich den zweiten Durchgang (25:11).
Nach der Zehn-Minuten-Pause kam Dachau ein wenig besser ins Spiel und eroberte sich sogar die Führung (7:8). Die Häfler, rund um Regisseur Keemink, der die Stimmung hochhielt und Zeljkovic ins Spiel holte (12:10), blieben ruhig. Lenny Graven zeigte gegen seinen Heimatverein Abwehr um Abwehr, die Superlak auch nutzte (20:17). Der polnische Diagonalangreifer, der sich den Titel des besten Spielers ebenfalls verdient gehabt hätte, trommelte auch Matchball ins Feld der Hachinger (25:21).
„Die Energie auf dem Feld, speziell in den ersten beiden Sätzen, war toll. Es hat Spaß gemacht, der Mannschaft zuzuschauen. Die Spieler hatten heute Freude, da zusammen auf dem Feld zu stehen. Das war fast wichtiger als das Ergebnis“, sagte ein zufriedener Cheftrainer Adam Swaczyna. „Wir waren vom ersten Ball an bereit und so müssen wir auch unser Training angehen. Wir wissen jetzt, dass wir so spielen können, auch in einer Woche gegen Giesen. Das wird ein schwieriges Spiel, auch weil jetzt Weihnachten kommt und wir die Balance zwischen Training und Privatleben finden müssen. Aber wenn wir die Leistung von heute halten, haben wir gute Karten.“
Praktisch ohne Weichnachtspause geht es jetzt für Kapitän Marcus Böhme und Co. weiter. Schon am 25. Dezember bittet Adam Swaczyna wieder zum Training. Denn am 28. Dezember wartet ein regelrechter Kracher in der SPACETECH ARENA. Dann kommt es ab 20 Uhr zum Spitzenduell mit den Helios Grizzlys Giesen. Die Partie gegen die Niedersachsen ist, wie auch das Spiel gegen Tabellenführer Berlin am 18. Januar, ausverkauft.