Personalsituation bleibt auch gegen Haching herausfordernd

20. Februar 2025 Zurück zur Artikelübersicht »

Am Sonntag steht in Deutschland nicht nur die Bundestagswahl an, auch die Volleyball Bundesliga geht in ihre heiße Phase. Der VfB Friedrichshafen möchte gegen den TSV Haching München (Sonntag, 17 Uhr live bei Dyn) drei Punkte, um sich frühzeitig den Heimvorteil in den Playoff-Viertelfinals zu sichern. Ob dabei Rückkehrer aus dem inzwischen großen Häfler Lazarett helfen können, steht noch nicht endgültig fest. Trotzdem setzt VfB Cheftrainer Adam Swaczyna auf Sieg.

Simon Uhrenholt (links) könnte auch gegen Haching München eine tragende Rolle spielen | Bild: Günter Kram

VfB-Athletiktrainer und Physiotherapeut Justin Ziolkowski ist in dieser Woche von Polens Cheftrainer Nikola Grbic in die Nationalmannschaft berufen worden. Kein Wunder, schließlich hatte der ehemalige Profivolleyballer, der sich nun nicht nur um die Häfler, sondern auch um die körperliche Fitness von Polens Volleyballelite kümmert, in Friedrichshafen jede Menge Möglichkeiten, sich zu beweisen. In der vergangenen Woche benötigten gleich fünf VfB-Profis verletzungsbedingte Spezialbehandlung – unter ihnen auch die beiden Stammkräfte Michal Superlak (Muskelverletzung) und Jose Masso (Sprunggelenk). „Die gute Nachricht ist, dass alle auf dem Weg zurück ins Team sind und dass Justin einen guten Job macht“, sagt Cheftrainer Adam Swaczyna. „Vielleicht reicht es noch nicht gegen Haching, weil wir kein Risiko eingehen können. Aber langsam sieht es besser aus.“

An den Gegner aus Unterhaching hat der VfB Friedrichshafen nur mäßig gute Erinnerungen, schließlich warfen die Bayern den Favoriten vom Bodensee in dieser Saison überraschend aus dem Pokal. Das Spiel in der Liga gewann das Team von Cheftrainer Adam Swaczyna souverän mit 3:0. In den Köpfen „ist dieses Pokalspiel nicht mehr“, wie Swaczyna sagt. Trotzdem ist es für den 35-Jährigen weiterhin ein mahnendes Beispiel. „Wir sollten uns schon daran erinnern, dass wir Druck machen müssen. Das soll aber gar nicht negativ sein, sondern nur die Erinnerung daran, dass wir gegen jedes Team guten Volleyball spielen.“

Drei Punkte gegen Haching München wären wichtig für den VfB, der kurz vor Ende der Hauptrunde, mit einem Spiel weniger als die Konkurrenz, auf Tabellenplatz vier rangiert. Mit einem Sieg wäre dieser Rang sicher und Platz drei und sogar zwei noch in Reichweite. „Es ist so eng wie lange nicht, eigentlich bis Platz sieben“, ordnet Späth-Westerholt ein. „Wir wollen das Rennen so lange wie möglich offenhalten und haben dann vielleicht am letzten Spieltag gegen die SVG Lüneburg ein kleines Endspiel um Platz zwei.“

Wenn am Sonntag um 17 Uhr in der SPACETECH ARENA die Bälle fliegen, schließen langsam auch die Wahllokale für die Bundestagswahl. „Das lässt sich ja ganz gut verbinden, erst ins Wahllokal und dann zu unserem Spiel“, freut sich VfB-Geschäftsführer Thilo Späth-Westerholt, der auf eine hohe Wahlbeteiligung hofft. „Wir werden die Zuschauer natürlich über die Ergebnisse auf dem Laufenden halten, weil wir wissen, welche Tragweite diese Wahl hat und dass die Leute sehr gespannt sein werden, was in der Bundespolitik passiert.“

Tickets für das Spiel sind nur noch online und nur noch im Stehplatzbereich erhältlich. Die Tageskasse wird nicht geöffnet sein. Für zusätzliche Stimmung werden die Häfler Narren und die Lumpenkapelle aus Eschach sorgen.