23. Februar 2025 | Zurück zur Artikelübersicht » |
Mit der Hilfe vieler Häfler Narren und einer ausverkauften SPACETECH ARENA konnte der VfB Friedrichshafen am Sonntag sein Heimspiel gegen den TSV Haching München mit 3:1 (25:21, 25:18, 24:26, 25:16) gewinnen und schiebt sich damit wieder auf Rand drei der Tabelle. Mit einem, aufgrund vieler Verletzter, stark veränderten Team, hatten Kapitän Marcus Böhme und Co nur am Ende des dritten Durchgangs Probleme mit dem Tabellenelften aus Bayern.
Jose Masso (links) mit einem seiner sechs Blockpunkte | Bild: Günter Kram
Direkt vor dem Spiel gegen den TSV Haching München gab es zumindest ein wenig gute Nachrichten aus dem Häfler Lazarett. Jose Masso meldete sich einsatzfähig und auch bei Tim Peter, der sich im Training am Sonntagmorgen vertreten hatte, gab es Entwarnung. Trotzdem musste wieder Außenangreifer Jackson Young über Diagonal ran, weil Michal Superlak weiter fehlte. Ivan Zeljkovic, Marcus Böhme, Wessel Keemink und Lenny Graven komplettierten die Anfangsformation der Häfler. „Das waren heute viel Überlegungen vor dem Spiel, nicht nur wegen der Spieler, sondern auch welche Positionen sie spielen“, beschrieb Cheftrainer Adam Swaczyna später sein Dilemma. „Du brauchst ja auch Wechselmöglichkeiten, Masso war lange verletzt. Das war alles nicht ganz einfach.“
Zum Anpfiff waren dann aber alle Überlegungen des Cheftrainers passé, seine Mannschaft musste liefern und tat das ohne große Anlaufschwierigkeiten. Zwei Asse von Young und ein Block von Peter gegen Austin Matautia (8:1) sorgten früh für die komfortable Führung der Hausherren. Zeljkovic machte es mit Gefühl (10:3) und Peter von der Linie mit voller Kraft (17:11). Nur kurz stotterte der Annahmeapparat rund um Libero Lenny Graven (21:18), dann ging es zielstrebig weiter. Ein Hachinger Aufschlagfehler (25:21), von denen es zu Beginn einige gab, beendete den Durchgang.
Friedrichshafen nahm den Schwung mit und Böhme nutzte seine Höhe im Block (4:0). Vor allem Jackson Young lieferte in dieser Phase auf ungewohnter Position ab, und wurde zurecht am Ende der Begegnung zum besten Spieler gewählt. Auch Masso wollte sein Comeback, nach seiner Fußverletzung, positiv gestalten und punktete sowohl im Block (20:14) als auch mit dem Service (22:16, 23:16). Simon Uhrenholt kam für Böhme und bekam gleich das Vertrauen von Zuspieler Keemink. Der Däne machte den Satz durch die Mitte zu (25:18).
Dann kam der dritte Satz, der exemplarisch für viele dritte Sätze einer überlegenen Mannschaft war. Friedrichshafen machte Fehler und bekam die Angriffe nicht mehr durch. Lange Zeit waren die Gäste aus Bayern in Führung (2:3, 7:8), oder aber knapp dran (17:16). Die 20:17 Führung durch Young reichte noch nicht, weil Marko Milovanovic ein Ass im Arm hatte (22:22). Und auch zwei Satzbälle (24:22) bekam Friedrichshafen nicht ins Ziel. Böhme kam zurück, das Glück im Angriff aber nicht. Young sorgte mit einem seiner wenigen Angriffsfehler für den Anschlusssatz des Gegners (24:26).
Mit Böhme und Wut im Bauch gings dann weiter. Zusammenfassend konnte man dann von „kurzem Prozess“ sprechen. Keemink suchte immer wieder erfolgreich Masso, der noch ein Ass nachlieferte (8:5). Mit starken Aktionen rückte sich auch Tim Peter noch einmal in den Fokus und holte sich gleich zehn Matchbälle an der Zahl. Den zweiten verwandelte der 13-fache Deutsche Meister (25:16) und sackte die drei Punkte ein.
„Es war wichtig, dass wir nach diesem dritten Satz ruhig geblieben sind. Wobei ich auch sagen muss, dass wir, trotz aller Probleme, den dritten Satz hätten gewinnen müssen“, war Swaczyna nicht zufrieden mit seinem Team, doch aber mit den drei Punkten. „Wir haben höhere Ziele und wir dürfen uns nicht ausruhen. Ich hoffe, wir nutzen die kurze Pause jetzt, um noch stärker zurückzukommen.“
Erst am Mittwoch steigt der VfB Friedrichshafen wieder in den Trainingsbetrieb ein. Am kommenden Sonntag wird in der Mannheimer SAP Arena der Deutsche Pokalsieger gesucht – ohne Häfler Beteiligung. Am 7. März schlägt der VfB dann zuhause gegen den VCO Berlin auf und ist schon einen Tag später schon wieder auswärts in Freiburg gefragt.